Verstärker & Signaltechnik – Pegel für lange Wege
Ein Inlineverstärker wird in die Antennenleitung eingeschleift und hebt das Signal um 18 dB an, auf Wunsch stufenlos regelbar, ohne eigenes Netzteil. Wählen Sie nach Kabellänge – und setzen Sie ihn dicht an die Signalquelle, nicht kurz vor den Fernseher.
Inlineverstärker und Überspannungsschutz im Detail
Auf langen Kabelwegen geht Pegel verloren, im oberen Frequenzbereich mehr als im unteren. Ein Inlineverstärker holt ihn zurück: Er wird in die Leitung eingeschleift, hebt das Signal an und bekommt seinen Strom über das Koaxialkabel vom Receiver – ein eigenes Netzteil und eine Steckdose braucht er nicht.
Wo der Verstärker hingehört
Das ist die wichtigste Entscheidung, und sie fällt oft falsch herum aus: Der Verstärker gehört dicht an die Signalquelle, also wenige Meter hinter LNB oder Multischalter — nicht kurz vor die Dose oder den Fernseher. Dort verstärkt er das Signal, solange es noch sauber ist, statt ein bereits schwaches Signal samt Rauschen anzuheben.
Unter etwa 20 Metern Kabelweg brauchen Sie keinen. Der zusätzliche Pegel wäre dann zu viel des Guten – Sat-Receiver arbeiten am besten in einem mittleren Pegelfenster.
Fest oder regelbar?
- V3018 – feste 18 dB, die Standardlösung für lange Wege und Anlagen mit mehreren Verteilstufen
- V3024-R – 18 bis 24 dB, stufenlos um 0 bis 20 dB herunterregelbar. für den Fall, dass der passende Pegel erst gefunden werden muss
Gemeinsame Daten: Frequenzbereich 5–2500 MHz, Betriebsspannung 5–18 V DC (maximal 30 V), Stromaufnahme 40 mA, Schirmungsmaß 100 dB und ein massives Metallgehäuse, das auch außen sitzen darf. Mit 41 mm Länge bei 14 mm Durchmesser verschwindet er in jeder Kabelführung.
Überspannungsschutz für die Antennenleitung
Spannungsspitzen erreichen Receiver, LNB und Multischalter über die Antennenleitung — dafür muss der Blitz nicht ins Haus einschlagen, ein Einschlag in der Nähe genügt. Die DLBS-Serie wird in die Leitung eingeschleift und führt diese Spitzen auf den Potentialausgleich ab, bevor sie ein Gerät erreichen.
- DLBS 3001 – schützt eine Leitung, für die einzelne Zuleitung
- DLBS 505 – schützt fünf Leitungen auf einmal: genau die Zahl an einem Multischalter mit Quattro-LNB und terrestrischem Eingang, in einem vollverlöteten Metallgehäuse statt fünf Einzelteilen
Der Überspannungsschutz ist die Ergänzung zum Erdungsblock, nicht sein Ersatz.
Pegel richtig planen
Zwei Dinge kosten Pegel: die Leitung selbst und jede Verteilstufe. Ein Verteiler nimmt je nach Größe 4,5 bis 15 dB, dazu kommt die Kabeldämpfung über die Strecke. Rechnen Sie beides zusammen, dann wissen Sie, wie viel Verstärkung nötig ist — und ob überhaupt etwas fehlt.
Ein Verstärker je Strecke genügt: Zwei hintereinander heben auch das Rauschen des ersten mit an. Reicht einer nicht, liegt der bessere Hebel im Kabel — 7 mm Durchmesser bringt auf langen Wegen mehr als eine zweite Verstärkerstufe.
Was die Fernspeisung bedeutet
Der Verstärker zieht seinen Strom über das Koaxialkabel — dieselbe Speisespannung, mit der der Receiver auch das LNB versorgt. Daraus folgt zweierlei: Er arbeitet nur, solange ein Receiver eingeschaltet ist, und alle Bauteile zwischen Receiver und Verstärker müssen DC-Durchlass haben. Verteiler und Dosen der DUR-line Serien erfüllen das.
Welcher Verstärker zu Ihrer Kabellänge passt, klären die häufigen Fragen im Shop.



