Klassische Multischalter – ein eigener Ausgang für jeden Receiver
Vom Multischalter führt eine eigene Leitung zu jedem Teilnehmer, der damit völlig unabhängig von allen anderen umschaltet. Wählen Sie nach Teilnehmerzahl, Anzahl der Satellitenpositionen und danach, ob das Netzteil bereits eingebaut sein soll.
DUR-line Multischalter im Detail – Teilnehmerzahl, Satellitenpositionen und Stromversorgung
Der klassische Multischalter verteilt das Signal einer Sat-Anlage sternförmig: Vom Gerät führt eine eigene Koaxialleitung zu jedem Receiver. Das ist die verbreitetste Verteilart im Ein- und Mehrfamilienhaus, weil jeder Teilnehmer für sich umschaltet und jeder handelsübliche Sat-Receiver ohne besondere Voraussetzungen daran arbeitet.
Die Teilnehmerzahl richtig wählen
Maßgeblich ist die Anzahl der Tuner, nicht die Anzahl der Fernseher. Ein Twin-Tuner-Receiver, der aufnimmt und gleichzeitig ein anderes Programm zeigt, belegt zwei Ausgänge. Die DUR-line Baureihen gibt es mit 6, 8, 12 und 16 Ausgängen. Ein bis zwei freie Ausgänge einzuplanen kostet wenig und hält die Anlage für den nächsten Receiver offen.
Ein Satellit oder mehrere
Für Astra 19,2° Ost genügt ein Quattro-LNB an einem Multischalter mit einer Satellitenposition. Wer zusätzlich Hotbird 13° Ost, Türksat oder Eutelsat empfangen möchte, wählt ein Gerät mit zwei, drei oder vier Positionen und je ein Quattro-LNB pro Satellit. Der Multischalter führt die vier Empfangsebenen jedes LNBs zusammen und gibt jedem Receiver genau die Ebene, die er anfordert.
Stromversorgung eingebaut oder separat
Ein Teil der Geräte bringt das Netzteil bereits im Gehäuse mit und wird direkt an 230 V angeschlossen. Die übrigen Modelle speist ein externes Netzteil, das sich einzeln tauschen lässt und im Verteilerschrank Platz spart. Beide Bauformen liefern die Fernspeisung für die angeschlossenen LNBs gleich mit.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
- Ausgänge: einer je Tuner, mit kleiner Reserve
- Satellitenpositionen: eine je Quattro-LNB
- Durchgangsdämpfung: bestimmt die mögliche Kabellänge
- Entkopplung: hält die Teilnehmer sauber voneinander getrennt
- Netzteil: eingebaut oder extern
- Terrestrischer Eingang: wenn DVB-T2 mitlaufen soll
Soll das Signal über eine bereits verlegte Einzelleitung zu mehreren Receivern gelangen, ist ein Unicable-Multischalter die passende Bauform. Für Anlagen, die später wachsen sollen, gibt es die Kaskaden. Antworten auf häufige Fragen zu Montage, Kabellängen und Erdung finden Sie weiter unten.
FAQ - Multischalter
Der Multischalter ist das Verteilzentrum Ihrer Sat-Anlage: Er nimmt die vier Empfangsebenen vom Quattro-LNB entgegen und gibt jedem angeschlossenen Fernseher genau das Signal, das dieser gerade braucht.
Jeder Teilnehmer bleibt unabhängig. Im Wohnzimmer läuft der Spielfilm, im Gästezimmer die Nachrichten, im Schlafzimmer wird aufgenommen – alle drei Geräte wählen frei aus dem vollen Programmangebot.
Die Teilnehmerzahl ist Ihr Auswahlkriterium. Ein 5/8-Multischalter versorgt einen Satelliten und acht Anschlüsse, ein 9/8 zwei Satelliten und acht Anschlüsse. Rechnen Sie jeden Anschluss mit, der später einmal gebraucht werden könnte – die Leitung liegt beim Neubau einer Anlage deutlich leichter als danach.
Die Übersicht nach Teilnehmerzahl finden Sie unter Multischalter.
Für einen Multischalter brauchen Sie ein Quattro-LNB.
Vier Ausgänge, vier feste Empfangsebenen. Das Quattro-LNB liefert horizontal und vertikal, jeweils im Low- und High-Band, dauerhaft und gleichzeitig an den Multischalter. Der muss dem LNB nichts mitteilen und verteilt nur noch – deshalb ist diese Kombination die Basis jeder größeren Anlage und mit 43 mA am Blue ECO Multischalter zugleich die sparsamste.
Ohne Teilnehmerlimit. Während ein Quad-LNB vier Receiver direkt versorgt, hängt am Quattro der Multischalter – und damit 8, 16 oder 32 Geräte.
Sitzt bereits ein Quad-LNB an der Schüssel? Dann wählen Sie einen quadtauglichen Multischalter; er erzeugt das nötige Steuersignal selbst und arbeitet mit 53 mA.
Passende LNBs finden Sie unter Quattro LNB.
Beide versorgen mehrere Fernseher – der Unterschied liegt darin, wie weit Sie damit kommen.
Ein Quad-LNB reicht für vier Teilnehmer. Es hat vier gleichwertige Ausgänge, an die Sie vier Receiver direkt anschließen. Für eine Wohnung oder ein kleines Haus ist das die einfachste Lösung, und beim Verkabeln ist es gleichgültig, welches Kabel auf welchen Ausgang geht.
Ein Multischalter kennt dieses Limit nicht. Am Quattro-LNB hängt der Multischalter, und der verteilt auf 6, 8, 12 oder 16 Anschlüsse – kaskadiert bis 32. Dazu kommt die zweite Satellitenposition: Mit einem 9/8 sehen alle Teilnehmer Astra und Hotbird, ohne dass jemand umschalten muss.
Und er spart Strom. Am Blue ECO Multischalter zieht ein Quattro-LNB 43 mA – zehn Milliampere weniger als ein Quad-LNB, weil der Schalter dem Quattro kein Steuersignal schicken muss.
Die Auswahl nach Teilnehmerzahl finden Sie unter Multischalter.
Ein DiSEqC-Schalter verbindet mehrere LNBs mit einem Receiver – über ein einziges Koaxkabel.
Ein Kabel, mehrere Satelliten. Wer Astra und Hotbird empfangen möchte, hat zwei LNBs an der Schüssel. Der DiSEqC-Schalter sitzt dazwischen und verbindet jeweils das LNB mit dem Receiver, dessen Programm Sie gerade gewählt haben. Die Umschaltung steuert der Receiver selbst, Sie merken davon nichts.
Gedacht für einen Teilnehmer. Ein DiSEqC-Schalter versorgt einen Receiver. Sollen mehrere Fernseher zwei Satellitenpositionen sehen, ist der Weg ein 9/8-Multischalter mit zwei Quattro-LNBs an einer Multifeed-Halterung.
Wettergeschützt montieren. Der Schalter sitzt meist am Mast im Freien – die Ausführung im Wetterschutzgehäuse ist dort die richtige Wahl.
Die Modelle für 2 oder 4 Satelliten finden Sie unter DiSEqC-Schalter.
Vier. Vom Quattro-LNB gehen vier Koaxleitungen zum Multischalter – für jede Empfangsebene eine.
Was auf den vier Leitungen liegt: horizontal und vertikal, jeweils getrennt nach Low-Band und High-Band. Zusammen ergeben sie das vollständige Programmangebot des Satelliten, und weil alle vier dauerhaft anliegen, kann der Multischalter jedem Teilnehmer sofort jedes Programm geben.
Bei zwei Satelliten sind es acht. Zwei Quattro-LNBs an einer Multifeed-Halterung, acht Leitungen, ein 9/8-Multischalter – so entsteht eine Anlage für Astra und Hotbird.
Der terrestrische Eingang kommt dazu. Die Fünf im Namen 5/8 steht für vier Sat-Ebenen plus einen Eingang für DVB-T oder UKW.
Passende Multischalter finden Sie unter Multischalter.
Bis etwa 20 Meter zwischen LNB und Multischalter sind mit normalem Koaxkabel unkritisch – das deckt den üblichen Weg von der Schüssel bis in den Hausanschlussraum ab.
Darüber entscheidet die Kabelqualität. Je länger die Leitung, desto mehr Pegel geht verloren, vor allem im oberen Frequenzbereich. Ab etwa 30 Metern spielt ein hochwertiges Koaxkabel mit 7 mm Durchmesser seinen Vorteil aus.
Kurz zur Schüssel, lang ins Haus. Halten Sie die vier Leitungen vom LNB zum Multischalter so kurz wie möglich und legen Sie die längeren Wege erst dahinter zu den einzelnen Teilnehmern. Für große Anlagen gibt es Kaskaden, für lange Stammleitungen den passenden Linienverstärker.
Die Auswahl nach Teilnehmerzahl finden Sie unter Multischalter.








