SAT-Verteiler – ein Signal auf mehrere Dosen
Ein Verteiler teilt ein ankommendes Signal auf zwei bis acht Ausgänge auf – für Kabelanschluss, UKW, DVB-T und Unicable. Wählen Sie nach der Zahl der Ausgänge und achten Sie auf die Dämpfung, die dabei anfällt.
SAT- und BK-Verteiler im Detail – Ausgänge, Dämpfung & Einsatzbereich
Ein Verteiler ist ein passives Bauteil: Er nimmt ein Signal entgegen und legt es auf mehrere Ausgänge. Kein Netzteil, keine Elektronik, keine Umschaltung – und genau deshalb ist er überall dort richtig, wo alle angeschlossenen Geräte dasselbe Signal bekommen sollen.
Wo der Verteiler hingehört
Im Kabelanschluss, im UKW- und DVB-T-Netz sowie in der Unicable-Anlage liegt auf der Leitung ein vollständiges Signal, aus dem sich jedes Gerät selbst bedient. Hier verteilt der DFV auf alle Dosen, und das ist der übliche Weg.
In der klassischen Sat-Anlage ist die Aufgabe anders verteilt: Dort bekommt jeder Receiver seine eigene Leitung vom Multischalter, weil jeder eine andere Empfangsebene anfordern kann. Der Verteiler übernimmt dann die Wege davor und dahinter – etwa das terrestrische Signal oder die Aufteilung einer Unicable-Leitung.
Dämpfung – die Zahl, auf die es ankommt
Jeder Ausgang kostet Pegel, und je mehr Ausgänge, desto mehr. Diese Werte planen Sie ein:
- 2-fach – 4,5 dB, der geringste Verlust, ideal für die Aufteilung auf zwei Räume
- 3-fach – 7,5 dB
- 4-fach – 9,1 dB, die gängigste Größe im Einfamilienhaus
- 6-fach – 14 dB
- 8-fach – 15 dB, für die größte Aufteilung an einer Leitung
Rechnen Sie die Dämpfung zur Kabeldämpfung hinzu. Wird der Pegel am Ende zu knapp, ist ein Inlineverstärker die Lösung – der gehört dicht an die Signalquelle, nicht kurz vor die Dose.
Aufputz oder Unterputz
Die Aufputz-Ausführung mit F-Anschlüssen sitzt im Technikraum, am Verteilerkasten oder direkt neben dem Multischalter. Die Unterputz-Ausführung verschwindet in der Dose und ist die saubere Lösung, wenn im Wohnraum verteilt wird.
Worauf Sie beim Kauf achten
Alle Verteiler sind voll geschirmt und damit unempfindlich gegen Einstreuungen aus dem Mobilfunknetz, sie sind Unicable- und HD-tauglich und für DVB-S2, DVB-C und DVB-T2 geeignet. Wichtig ist der DC-Durchlass: Über ihn erreicht die Speisespannung des Receivers das LNB oder den Verstärker. Und rechnen Sie zwei F-Stecker je Leitung mit ein – bei einem 4-fach-Verteiler sind das zehn Stück.
Aufteilen oder umschalten?
Zwei Bauteile sehen sich ähnlich und lösen verschiedene Aufgaben. Der Verteiler legt dasselbe Signal auf alle Ausgänge – jedes Gerät sieht, was auf der Leitung liegt. Der Multischalter dagegen gibt jedem Teilnehmer die Empfangsebene, die dessen Receiver gerade anfordert, und macht damit erst den freien Programmwechsel an mehreren Fernsehern möglich. Für eine Sat-Anlage mit mehreren Teilnehmern führt der Weg deshalb über den Multischalter; der Verteiler ergänzt ihn an den Stellen, an denen ein fertiges Signal aufgeteilt wird.
Welcher Verteiler zu Ihrer Anlage passt und wann stattdessen ein Multischalter die richtige Wahl ist, beantworten die häufigen Fragen unter dieser Übersicht.




