Sat-Dose und Antennendose kaufen – für Sat, Kabel und Einkabel
Für die Sat-Anlage brauchen Sie eine Sat-Dose mit F-Buchse, für den Kabelanschluss eine BK-Antennendose. Wählen Sie danach, ob die Dose am Ende der Leitung sitzt oder in der Reihe, und wie viele Geräte am Platz angeschlossen werden.
Antennendosen im Detail – Netz, Bauform & Anschlussdämpfung
Vier Serien decken die vier Fälle ab, die in der Praxis vorkommen. Alle sind in Schirmungsklasse A eingestuft und werden komplett mit Rahmen und Abdeckung geliefert.
Welche Serie zu welchem Netz?
- DSA – die Sat-Dose. Führt Sat, TV und Radio gemeinsam, als Enddose mit 3 oder 4 Anschlüssen und als Durchgangsdose. Unicable-tauglich.
- DBK – die Dose für den Kabelanschluss. Zwei Anschlüsse für TV und Radio, 0,15–862 MHz, Entkopplung 40 dB.
- MD – die Multimedia-Dose. Zusätzlich zu TV und Radio eine eigene DATA-Buchse für das Kabelmodem, statt eines improvisierten Adapters.
- DPE – die Einkabeldose. Für Unicable-Anlagen nach EN 50494 und EN 50607, mit je Dose programmierbarer Userband-Berechtigung.
Stichdose oder Durchgangsdose?
Das ist die zweite Entscheidung, und sie hängt allein an der Position in der Leitung. Eine Stichdose sitzt am Ende einer Leitung und gibt alles aus, was ankommt. Eine Durchgangsdose sitzt mitten in einer Reihe: Sie zweigt einen Teil des Signals für ihren Anschluss ab und schickt den Rest zur nächsten Dose weiter.
Was die dB-Zahl im Namen bedeutet
Bei den Durchgangsdosen steht die Zahl für die Anschlussdämpfung – wie viel Pegel an dieser Dose abgezweigt wird. Je weiter vorn eine Dose in der Reihe sitzt, desto höher darf dieser Wert sein, damit für die hinteren noch genug übrig bleibt. Bei der DBK-Serie reicht das von 8 dB über 10 dB bis 14 dB, und umgekehrt sinkt die Durchgangsdämpfung von 3,5 auf 1,2 dB. Die DPE-Serie deckt mit 7, 10, 14 und 18 dB denselben Gedanken für die Einkabelanlage ab.
Auf- oder Unterputz
Die DBK-Serie lässt sich auf- und unterputz montieren und kommt mit Dose, Rahmen, Deckel und Befestigungsschrauben. Die MD-Serie ist als Aufputz-Dose in Weiß ausgelegt — die typische Lösung dort, wo nachträglich ein Modemanschluss gebraucht wird und keine Unterputzdose vorhanden ist.
Verarbeitung und Anschluss
Die Sat- und BK-Dosen haben ein Vollmetall-Chassis mit weißer Abdeckung; angeschlossen wird über Schraub-Klemm-Technik, die auch bei dickeren Koaxkabeln sicher greift. Die Entkopplung von 40 dB bei der DBK-Serie sorgt dafür, dass sich benachbarte Anschlüsse nicht gegenseitig beeinflussen.
Besonderheit Einkabelanlage
In einer Einkabelanlage liegen alle Teilnehmer auf einer gemeinsamen Ableitung, und jeder Receiver fordert sein eigenes Userband an. Über mehrere Wohnungen hinweg kann ein falsch eingestellter Receiver dabei Bänder belegen, die einem anderen zustehen. Die DPE-Dosen prüfen die Steuerbefehle an ihrem Anschluss und lassen nur die Bänder ins Verteilnetz, für die eine Berechtigung hinterlegt ist — je Dose programmierbar. Damit bleibt jede Wohnung für sich, ohne dass die Anlage umgebaut werden müsste.
Faustregel: die Dose mit der höchsten Anschlussdämpfung an den Anfang der Reihe, die Stichdose ans Ende. Welche Dose zu Ihrer Anlage passt, klären die häufigen Fragen im Shop.
Häufige Fragen zu Antennendosen
- Receiver ausschalten – über das Koaxialkabel liegt die Speisespannung für das LNB an, ausgeschaltet vermeiden Sie einen Kurzschluss beim Anklemmen
- Kabel vorbereiten – Außenmantel entfernen, das Schirmgeflecht nach hinten legen und den Innenleiter freilegen; die Längen gibt die Anleitung der Dose vor
- Anklemmen – das Geflecht unter die Schirmschelle, den Innenleiter in die Klemme. Bei einer Durchgangsdose kommt die ankommende Leitung an den Eingang, die weiterführende an den Ausgang
- Einbauen – Dose in die Unterputzdose setzen oder mit dem Aufputzrahmen auf die Wand, dann Rahmen und Abdeckung aufstecken
- Prüfen – Receiver einschalten und den Sendersuchlauf starten
Die Sat- und BK-Dosen von DUR-line arbeiten mit Schraub-Klemmtechnik, ein F-Stecker am Kabelende ist dafür nicht nötig. Eine Enddose wie die DSA 62600 sitzt am Ende ihrer Leitung, also direkt am eigenen Ausgang des Multischalters oder LNBs.
Mit einem Koaxialkabel mit F-Steckern von der Sat-Buchse der Dose zum Sat-Eingang des Fernsehers oder Receivers – meist beschriftet mit „Satellite“, „SAT IN“ oder „LNB IN“. Die beiden anderen Buchsen der Dose sind für Kabelfernsehen bzw. DVB-T (TV) und für UKW-Radio (Radio) gedacht.
Danach wählen Sie am Gerät den Empfangsweg Satellit und starten den Sendersuchlauf, in Deutschland meist auf Astra 19,2° Ost. Hat der Fernseher einen Twin-Tuner, braucht er zwei Sat-Leitungen – dafür gibt es die 4-Loch-Dose DSA 62700 mit zwei Sat-Anschlüssen.
„Antennendose“ ist der Oberbegriff. Die Sat-Dose ist eine Antennendose mit zusätzlichem Sat-Anschluss:
- Sat-Dose – eine F-Buchse für den Satellitenempfang (950–2400 MHz), dazu TV und Radio. Sie reicht die LNB-Spannung und die Steuersignale des Receivers durch, etwa die DSA 62600
- BK-Antennendose – TV und Radio für Kabelfernsehen und DVB-T (0,15–862 MHz), etwa die DBK 62800. Sie ist für den Kabelanschluss gebaut, nicht für die Sat-Anlage
An die Sat-Buchse gehört eine eigene Leitung vom LNB oder Multischalter – erst dann liegt dort das Satellitensignal an.
- 3-Loch – je ein Anschluss für Sat, TV und Radio. Das genügt für einen Fernseher oder Receiver mit einem Sat-Tuner: DSA 62600
- 4-Loch – zwei Sat-Anschlüsse plus TV und Radio. Richtig für Twin-Tuner-Receiver, die aufnehmen und gleichzeitig ein anderes Programm zeigen, oder für zwei Geräte am selben Platz: DSA 62700
- 2-Loch – TV und Radio für den reinen Kabelanschluss: DBK-Serie
In der klassischen Sat-Anlage braucht jeder Sat-Anschluss seine eigene Leitung vom Multischalter oder LNB – eine 4-Loch-Dose wird also mit zwei Sat-Kabeln angeschlossen. In einer Einkabelanlage teilen sich dagegen alle Geräte eine Leitung.
Am einfachsten mit der Signalanzeige des Receivers: Receiver an die Sat-Buchse anschließen und im Menü Signalstärke und -qualität aufrufen. Genauer geht es mit einem Sat-Finder zwischen Dose und Receiver – der Receiver liefert die Spannung, das Messgerät zeigt den Pegel direkt an der Dose.
Haben alle anderen Dosen Bild und nur eine nicht, liegt es meist an dieser Leitung: am Anschluss in der Dose oder am F-Stecker. Fehlt das Signal an allen Dosen, lohnt der Blick zur Schüssel – der Ratgeber Satellitenschüssel ausrichten führt Schritt für Schritt durch.
Ja. Eine Antennendose führt keinen Netzstrom, nur das Antennensignal und die Speisespannung für das LNB. Schalten Sie vorher den Receiver aus, nehmen Sie die alte Dose ab und klemmen Sie die Leitungen an der neuen genauso wieder an.
Zwei Dinge bleiben am besten gleich: die Bauform – Enddose bleibt Enddose, Durchgangsdose bleibt Durchgangsdose – und bei Durchgangsdosen die Anschlussdämpfung in dB, damit die Dosen dahinter weiter genug Signal bekommen. Die DSA 62600 hat genormte Abmessungen und passt zu den 3-Loch-Abdeckungen gängiger Schalterprogramme.







