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01.03.26

DUR-line Monoblock dCSS LNB

DUR-line Monoblock Unicable LNB

Wer Satellitenfernsehen in vollen Zügen genießen möchte und dabei auf die Programmvielfalt von gleich zwei Satellitenpositionen zugreifen will, stand bisher vor einer Herausforderung: Mehrere Kabel, aufwändige Multischalter-Installationen und ein entsprechend hoher Montageaufwand. Mit dem DUR-line MB6-UK Monoblock dCSS LNB gehört diese Komplexität der Vergangenheit an. Dieses innovative LNB kombiniert erstmals Monoblock-Technik mit einem modernen Einkabelsystem und versorgt bis zu 24 Teilnehmer über nur ein einziges Koaxialkabel. In diesem Artikel werfen wir einen ausführlichen Blick auf Technik, Einsatzmöglichkeiten und Vorteile dieses bemerkenswerten Produkts.

Was ist ein Monoblock LNB – und warum braucht man eines?

Ein Monoblock LNB vereint zwei separate Empfangseinheiten in einem einzigen, kompakten Gehäuse. Beide Einheiten sind dabei so zueinander ausgerichtet, dass sie gleichzeitig Signale von zwei unterschiedlichen Satellitenpositionen empfangen können – und zwar ohne dass eine motorgesteuerte Drehantenne oder ein zweiter LNB-Arm benötigt wird.

Im Fall des DUR-line MB6-UK beträgt der Abstand zwischen den beiden Satellitenpositionen 6 Grad. Das ist exakt die Distanz zwischen Astra 19,2° Ost und Hotbird 13° Ost – den beiden beliebtesten Satellitenpositionen für den europäischen Fernsehempfang. Astra liefert das gesamte deutschsprachige Programmangebot (ARD, ZDF, RTL, ProSieben, Sky und viele mehr), während Hotbird vor allem italienische, polnische, griechische und zahlreiche weitere internationale Sender überträgt.

Für Haushalte mit mehrsprachigem Programmbedarf – etwa in Familien mit internationalem Hintergrund – ist ein Monoblock LNB daher die eleganteste Lösung: Eine Schüssel, ein LNB, zwei Satelliten.

dCSS und Unicable: Die Technik hinter dem Einkabelsystem

Das Kürzel dCSS steht für digital Channel Stacking Switch und bezeichnet die zweite Generation der Unicable-Technologie (auch als Unicable II oder EN 50607 bzw. JESS bekannt). Im Gegensatz zur älteren SCR-Technik (EN 50494), die maximal 8 Benutzerbänder bot, ermöglicht dCSS die Versorgung von deutlich mehr Teilnehmern.

Das Grundprinzip ist dabei so clever wie einfach: Statt für jeden Receiver eine eigene Koaxialleitung vom LNB zum Gerät zu verlegen, werden die gewünschten Transponder-Signale auf individuelle Frequenzbänder (sogenannte User Bands oder UBs) umgesetzt und gemeinsam über ein einziges Kabel transportiert. Jeder angeschlossene Receiver „weiß", auf welcher Frequenz er sein Signal findet, und kann unabhängig von den anderen Geräten frei zwischen allen verfügbaren Sendern wählen.

Beim DUR-line MB6-UK stehen 24 solcher User Bands zur Verfügung. Das bedeutet: Bis zu 24 Receiver oder Tuner können gleichzeitig und unabhängig voneinander auf das komplette Programmangebot beider Satelliten zugreifen – über ein einziges Koaxialkabel. Die Umschaltung zwischen Astra und Hotbird erfolgt dabei intern über DiSEqC-Befehle, sodass der Zuschauer den Satellitenwechsel gar nicht bemerkt.

Für wen ist das DUR-line MB6-UK gedacht?

Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen: In Gebäuden, in denen die vorhandene Kabelinfrastruktur nur ein Koaxialkabel pro Strang bietet, ist ein Unicable-LNB oft die einzige Möglichkeit, mehrere Wohnungen mit unabhängigem Satellitenempfang zu versorgen. Mit 24 User Bands lassen sich problemlos mehrere Haushalte bedienen – selbst wenn jeder Haushalt einen Twin-Tuner-Receiver oder eine Aufnahme-Box mit mehreren Tunern betreibt.

Internationale Familien: Wer neben dem deutschen Fernsehprogramm über Astra auch polnische, italienische, griechische oder andere internationale Sender über Hotbird empfangen möchte, kommt um eine Dual-Sat-Lösung nicht herum. Der Monoblock macht dabei den Empfang beider Positionen denkbar einfach.

Technik-affine Nutzer mit Multi-Tuner-Setups: Moderne Receiver wie die VU+ Duo 4K SE oder ähnliche Linux-basierte Geräte verfügen über bis zu 8 Tuner. Ein Unicable-LNB mit 24 UBs erlaubt es, mehrere solcher Geräte ohne aufwändige Sternverkabelung zu betreiben.

Nachrüstungen und Renovierungen: Überall dort, wo keine neuen Kabel verlegt werden können oder sollen, bietet die Einkabellösung den entscheidenden Vorteil. Es wird kein zusätzliches Kabel benötigt – das vorhandene genügt.

Technische Daten im Überblick

Das DUR-line MB6-UK überzeugt nicht nur konzeptionell, sondern auch bei den technischen Spezifikationen:

Teilnehmer-Ausgänge1 (dCSS/Unicable)
User Bands24
Satellitenpositionen2 (6° Abstand)
Betriebsspannung13–19 V DC
Signalverstärkungmax. 55 dB
Eingangsfrequenz10,7–12,75 GHz
Stromaufnahme210 mA bei 18 V (24 UBs)
Temperaturbereich−30 °C bis +70 °C
Abmessungen (B × H × L)14,0 × 11,5 × 10,5 cm
Geeignete Schüsselgröße75–90 cm
Unterstützte StandardsFull HD, UHD, 3D, 4K, 8K

Installation und Ausrichtung

Die Montage des DUR-line MB6-UK erfolgt wie bei jedem Monoblock LNB an einer Offset-Satellitenantenne. Wichtig dabei: Der Hersteller empfiehlt ausdrücklich Schüsseldurchmesser von 75 bis 90 cm. Kleinere Antennen liefern bei der Monoblock-Bauweise nicht genügend Signalstärke für beide Positionen gleichzeitig, da der seitlich versetzte Feedhorn-Arm (für den zweiten Satelliten) bei kleinen Spiegeln nicht mehr im optimalen Brennpunktbereich liegt.

Bei der Ausrichtung empfiehlt es sich, die Schüssel zunächst auf den schwächeren der beiden Satelliten auszurichten – in der Regel Hotbird – und anschließend durch behutsames Nachjustieren den bestmöglichen Kompromiss für beide Positionen zu finden.

Ein praktisches Detail: Da die meisten Satfinder mit Unicable-Signalen nicht umgehen können, sendet das DUR-line MB6-UK im Auslieferungszustand 12 SAT-Transponder im normalen Legacy-Modus. So lässt sich die Antenne zunächst mit einem herkömmlichen Satfinder ausrichten, bevor der Receiver auf Unicable-Betrieb umgestellt wird. Zu beachten ist allerdings, dass der Satfinder mindestens 18 Volt liefern muss – akkubetriebene Modelle mit Powerbank sind hier meist nicht geeignet.

Verteilung auf mehrere Stränge

Ein einzelnes Koaxialkabel für 24 Teilnehmer – das klingt zunächst nach einer sehr langen Leitung mit vielen Abzweigungen. Und genau so funktioniert es auch: Das Unicable-Signal am Ausgang des LNBs kann über kompatible SAT-Verteiler (Splitter) auf mehrere Kabelstränge aufgeteilt werden. Diese Verteiler müssen für den Unicable-Frequenzbereich (950–2150 MHz) geeignet sein und den DC-Durchlass gewährleisten, damit das LNB weiterhin mit Strom versorgt wird.

Wichtig bei der Planung: Jeder Splitter verursacht eine gewisse Signaldämpfung. Bei einer 2-fach-Aufteilung sind das typischerweise etwa 4 dB, bei einer 4-fach-Aufteilung rund 8 dB. Bei längeren Kabelwegen oder mehrfacher Aufteilung kann es daher sinnvoll sein, die Signalstärke im Auge zu behalten und gegebenenfalls auf hochwertige Kabel mit geringer Dämpfung zu setzen. Als Faustregel gilt außerdem, dass die Kabellänge 40 Meter nicht überschreiten sollte, um Signalverluste zu minimieren.

Kompatibilität: Was muss der Receiver können?

Ein zentraler Punkt, den viele Nutzer vor dem Kauf beachten sollten: Nicht jeder Satellitenreceiver ist Unicable-fähig. Der Receiver muss das Protokoll EN 50607 (dCSS / Unicable II) unterstützen, um die 24 User Bands des DUR-line MB6-UK nutzen zu können. Die ersten 8 Kanäle sind zusätzlich mit dem älteren EN 50494 (SCR / Unicable I) kompatibel, sodass auch ältere Unicable-taugliche Geräte zumindest teilweise eingesetzt werden können.

Aktuelle Receiver der großen Hersteller – ob von VU+, Dreambox, Technisat, Humax oder auch integrierte Sat-Tuner in modernen Fernsehern von Samsung, LG und Co. – unterstützen dCSS in der Regel problemlos. Bei der Einrichtung muss im Receiver-Menü lediglich die Unicable-Konfiguration aktiviert und das zugewiesene User Band sowie die entsprechende Frequenz eingetragen werden. Diese Werte finden sich in der mitgelieferten Bedienungsanleitung des LNBs.

Bildqualität und Zukunftssicherheit

Das DUR-line MB6-UK unterstützt den Empfang aller gängigen und zukünftigen Übertragungsstandards: Full HD, UHD (4K), 3D und sogar 8K. Die dCSS-Technologie stellt dabei sicher, dass die Signalqualität auf dem Weg vom LNB zum Receiver nicht durch das Einkabelsystem beeinträchtigt wird – jeder Teilnehmer erhält sein Signal in voller Qualität und unabhängig von den anderen Nutzern.

Die integrierte Mobilfunk-Abschirmung sorgt zudem dafür, dass LTE- und 5G-Signale, die im Frequenzbereich nahe am Satellitenband operieren, den Empfang nicht stören. Gerade in städtischen Gebieten mit dichter Mobilfunkabdeckung ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Vorteile auf einen Blick

Das DUR-line MB6-UK Monoblock dCSS LNB bietet eine seltene Kombination von Funktionen, die es auf dem Markt einzigartig macht. Es vereint den Empfang von zwei Satelliten mit der Einkabel-Versorgung von bis zu 24 Teilnehmern in einem einzigen, kompakten Gehäuse. Die wichtigsten Vorzüge zusammengefasst: Es entfällt die Notwendigkeit für einen externen Multischalter, die Verkabelung wird radikal vereinfacht, der Stromverbrauch bleibt gering, und das Ganze funktioniert bei jedem Wetter zuverlässig. Für Mehrfamilienhäuser, internationale Haushalte und anspruchsvolle Heimkino-Setups ist es damit eine der cleversten Lösungen am Markt.

Fazit

Das DUR-line MB6-UK Monoblock dCSS LNB löst ein Problem, das viele Satellitennutzer seit Jahren kennen: Wie empfängt man zwei Satelliten über möglichst wenig Kabel und versorgt dabei mehrere Geräte? Die Antwort ist dieses LNB – eine durchdachte Kombination aus bewährter Monoblock-Technik und moderner dCSS-Einkabeltechnologie.

Mit einem günstigen Gesamtpreis bietet es ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere wenn man bedenkt, dass ein vergleichbarer Aufbau mit separatem Quattro-LNB und Unicable-Multischalter deutlich teurer und aufwändiger wäre. Wer eine zuverlässige, zukunftssichere und platzsparende Lösung für den Dual-Sat-Empfang sucht, trifft mit dem DUR-line MB6-UK eine hervorragende Wahl.

Das Produkt ist direkt beim Hersteller DUR-line (Dura-Sat GmbH & Co.KG aus Villingen-Schwenningen) sowie im Fachhandel erhältlich.